In den politischen Debatten der letzten Jahre zeigte sich eine starke Fokussierung auf die Altstadt. Was die Gemüter bewegt hat, sind Bäume oder der Kebabstand, und statt Erbsen zählt man Parkplätze – immer wieder.
Die Initiative des Bundes, die sogenannten „Projets urbain“ haben mich sensibilisiert für die Notwendigkeit der gesellschaftlichen Integration in den Quartieren (mit dem Zentrum Fraumatt ist ein Anfang gemacht). Der Wakkerpreis 2011 wurde nicht an eine putzige Altstadt vergeben, sondern an die Vorortsgemeinden von Lausanne West. Der Schweizer Heimatschutz sagt dazu: „es geht darum, den Quartiergeist zu stärken in einem Umfeld, das nicht zum vornherein identitätsstiftend wirkt“.
Für mich heisst das: Liestal ist mehr als die Rathausstrasse, und die Rosenstrasse ist nicht einfach ein Zubringer zur historischen Altstadt. Die Stadt Liestal beginnt bei Frenkendorf und geht bis Lausen. Die Quartiere sind vermehrt ins Bewusstsein zu rücken! Darauf richtet sich mein politisches Augenmerk und dafür will ich wirken – eben „für alle statt für wenige“.
